HSsK
Aktuell:
Modeschau im STaPE am 16.12.2011
Im Rahmen der Weihnachtsfeier wurden die neuesten Kreationen aus der Modewelt (London, Paris und Mailand) vorgestellt. Zu diesem Anlass waren extravagante Models für den STaPE-Catwalk (Model-Laufsteg) engagiert.
Es handelte sich bei den Mode-Kreationen ausschließlich um Unikate. Die zahlreichen Gäste der Weihnachtsfeier empfanden die Modeschau als Highlight des Abends.
Die Bilder zur Weihnachtsfeier finden sie in der Bildergalerie.
STaPE-Weihnachtsfeier am 16.12.2011
von 18.00 – 22.00
Programm:
- Modeschau
- Trompetenstück von Gisela
- Klavierstücke von Hartmut
- Im Zugabteil (Sketch mit Vita und Jürgen)
- Treffen mit Albert (Sketch mit Monika und Walter)
- Vertreibung der bösen Jahresgeister
(Es trommeln Gerdi, Jürgen, Willi und Bernd)
- Engeldarstellung mit Monika
- Der Weihnachtsmann kommt
- Wir singen gemeinsam Weihnachtslieder
Sonntagsfrühstück im STaPE
Der HSsK-Vorstand freut sich sehr darüber, dass das Sonntags-Buffet im STaPE, so einen großen Anklang findet.
Jeden Sonntag kommen neue Besucher hinzu, die das STaPE kennenlernen wollen
und die hier – wie in einer großen Familie – freundlich aufgenommen werden.
Was die Besucher des Sonntagsfrühstückes so begeistert, ist das liebevoll und reichlich gestaltete Buffet, das vom Anblick alleine schon, ein Fest für die Augen ist. Selbst wer keinen Appetit mitbringt, wird vom reichhaltigen, bunten Buffet regelrecht verführt!
Die Nachspeise, z.b. eine Schwarzwälder-Kirschtorte oder Tiramisu, gehören selbstverständlich zum Buffet dazu …
Die Bilder der Buffet-Köstlichkeiten finden Sie, als Appetithäppchen, in der Bildergalerie.
Lachyoga-Seminar im STaPE
Lachyoga-Seminar im STaPE hat die Erwartungen übertroffen!
Am Sonntag, 11. Dezember fand im Tageszentrum STaPE ein Lachyoga-Seminar mit Stephanie Schuhmacher statt. Wir wussten nicht, was uns erwartet. Wir alle, auch die SZ-Reporterin, die von Anfang bis zum Ende dabei war, waren neugierig auf das, was uns Stephanie vermitteln würde. Nachdem Stephanie über die Entstehungsgeschichte von Lachyoga berichtete, ging es gleich zur Sache. Die Lachstunde war einfach traumhaft. So haben wir uns Lachyoga nicht vorgestellt. Es gab das Opernglas-Lachen, das Löwen-Lachen, das Handy-Lachen, die Lach-Dusche, das Japanische Lachen uvm.
Neugierig? In der Bildergalerie finden Sie die Fotos des Lachyoga-Seminars.
Übrigens, Lachyoga wurde in Indien 1995 erfunden. Inzwischen gibt es weltweit Lachyoga-Kongresse, Weltlachtag usw. Es gibt sogar Lachyogatreffen, die in Parks stattfinden. Vielleicht, gelingt es uns, Stephanie zu überreden, ein Lachyogatreffen in Saarbrücken zu organisieren…
Von Lachdusche bis Löwenlachen
Die Saarbrücker Zeitung berichtet über das Lachyoga-Seminar im STaPE
Im Saarländischen Tageszentrum Psychiatrie-Erfahrener für selbstbestimmte Alltagsgestaltung (STaPE) informierte Stephanie Schuhmacher den Trägerverein Hilfe zur Selbsthilfe in seelischen Krisen Saarland e.V. (HSsK) über Lachyoga.
Von SZ-Mitarbeiterin Marija Herceg
Saarbrücken. Karin D. (56) lacht. Sie trippelt zu einer anderen Frau und lacht wieder. Ihre Füße stecken in dicken Overknees-Strümpfen, ihre Schritte sind leise, das Lachen aber laut. Dann läuft die zierliche Frau weiter, schaut einer anderen Frau in die Augen und lacht wieder. Das Lachen ist gespielt, wirkt aufgesetzt. "Ist das ein Quatsch!", sagt sie und prustet plötzlich los. Jetzt lacht sie herzhaft, schüttelt sich und fällt der anderen lachenden Frau in die Arme.
Karin D. und sieben weitere Frauen sind Teilnehmerinnen eines Lachyoga-Seminars, das im Tageszentrum StaPE, dem Saarländischen Tageszentrum Psychiatrie-Erfahrener für selbstbestimmte Alltagsgestaltung in der Mainzer Straße 30, stattfindet.
Die Szene wiederholt sich. Über eine Stunde proben sie verschiedene Lachübungen, springen umher, um sich dann mit einem Lachen zu begegnen. Mal gespielt, mal echt, mal laut und andere Male leise. Dazwischen werden Klatsch-, Dehn- und Atemübungen variiert. Über 50 pantomimische Lachyoga-Übungen gibt es. Etwa acht pantomimische Übungen lernen die Frauen kennen.
Mal gibt es eine "Lachdusche" bei der die Frauen erst in ihre Handflächen hineinlachen, um dann das "aufgefangene" Lachen über dem Kopf des Gegenübers auszuschütten. Dann ein "Löwenlachen" bei dem die Zunge heraushängt, das Lachen gebrüllt wird und die Hände Krallen formen. Oder ein verhaltenes "Japanisches Lachen", stumm, aber mit intensivem Augenkontakt.
Karins Wangen glühen. "Ich schwitze", sagt sie und muss schon wieder lachen. Immer wieder wird geklatscht und dabei "Hoo-hoo-ha-ha-ha!" gerufen. Eine Frau guckt aus dem Fenster und sagt: "Wenn uns jetzt jemand sieht, denkt er, wir sind verrückt."
"Lass' sie denken", entgegnet Seminarleiterin Stephanie Schuhmacher. Seit fünf Jahren gibt sie Lachyoga-Seminare. Ein Sozialarbeiter vom Trägerverein Hilfe zur Selbsthilfe in seelischen Krisen Saarland e.V.(HSsK) lud Schuhmacher ein, Lachyoga vorzustellen. Ihr ehrenamtliches Engagement ist ein voller Erfolg. Die Teilnehmerinnen fühlen sich nach der Stunde "gelöster, befreiter und leichter".
Die anfängliche Scheu ist in Wohlbefinden umgeschlagen. Das Atmen ist tiefer, die Körperhaltung gestreckter. Schuhmacher wundert das nicht. "Lachen", erklärt sie, "hat viele positive Auswirkungen auf Körper und Seele. Körpereigene Morphine werden gebildet und dadurch Glückshormone freigesetzt."
Immunsystem gestärkt
Der Körper unterscheidet dabei nicht, ob es sich um ein echtes oder ein künstliches Lachen handelt. Durch intensives Lachen werden "das Immunsystem gestärkt, Stresshormone abgebaut, die Gesichtshaut durchblutet, der Blutdruck gesenkt, die Verdauung angeregt", führt sie auf und setzt die positive Liste fort. Wissenschaftliche Studien belegen die heilende Wirkung von Lachen, so Schuhmacher. "Lachyoga ist simpel, man braucht keine Ausrüstung, muss nicht sportlich sein."
Der indische Arzt Madan Kataria entwickelte 1995 das Lachyoga, indem er dem klassischen Yoga "viele lustige Elemente" beifügte. Die körperlich präzisen Übungen des Yogas sind dabei nebensächlich. Lachen und das kindliche Albernsein stehen im Mittelpunkt. "Mittlerweile gibt es Lachyoga in über 60 Ländern der Welt. Über 6000 Lachclubs gibt es weltweit."
Nach über einer Stunde verteilt die Lachyoga-Lehrerin an die Teilnehmerinnen ein "Lach-Zertifikat". Karin D. freut sich. Unter dem knallgelben Smily steht: "Karin kann lachen - ho ho hahahah". "Ja, wieder", sagt sie. Vor zwei Jahren kam sie zum ersten Mal zu dem Verein HSsK in die Mainzer Straße.
Der Verein bietet Menschen in seelischen Krisen eine Anlaufstelle. Etwa hundert Menschen nutzen das Angebot. Jeden Tag sind es mehr als 25 Menschen, die sich hier treffen. "Ich war ständig unter Druck. Dreifach: Beruf, Haushalt und eine pflegebedürftige Mutter. Irgendwann war's zu viel. Körper und Seele rebellierten", erinnert sich Karin D. Ihre Krankheit beschreibt sie als "Gewitter im Gehirn, einen psychotischen Schub, der meine Sinne durcheinanderbrachte". Am Ende sind sich alle einig: "Wir wollen unbedingt weitermachen. Lachen tut gut." Im neuen Jahr wird es weitere Termine geben.
hssk-ev.de.
Beitrag vom: 15.12.2011, von der Saarbrücker Zeitung
Rückblick:
5 Jahre STaPE: Die STaPE-Geburstagsfeier
Am Sonntag, 17. Juli 2011 feierte das Tageszentrum STaPE Geburtstag.
Die zahlreichen Gäste konnten ein vielfältiges Kulturprogramm erleben.
Die Bauchtänzerin Irene Ibrahim faszinierte mit ihren Tanzkünsten. Auch die musikalische Darbietung am Klavier und Flöte, die zuvor von Nutzern des Tageszentrums einstudiert worden war, begeisterte die STaPE-Gäste.
Der Sketch „Beim Arbeitsamt“ sorgte für Heiterkeit. Die Handlung: Eine sehr strenge Arbeitsvermittlerin trifft auf eine desinteressierte Arbeitssuchende, die keine Lust hat zu arbeiten. Im Gegenteil, sie erscheint bei der Arbeitsvermittlerin in Party-Laune und Bierflasche, die sie prompt auf den Schreibtisch der Sachbearbeiterin stellt. Wutentbrannt droht diese, die Arbeitssuchende hinaus zu werfen: „Nehmen Sie sofort die Flasche da weg….“
Nach der komödiantischen Darbietung sorgte die STaPE-Trommelgruppe für afrikanische Stimmung. Fasziniert von den Trommel-Rhythmen fingen einige Besucher spontan an zu tanzen. Anschließend brachte eine Michael Jackson-Tanzimitation von Monika, die Gäste zum Staunen.
Der neue STaPE-Rockchor rundete das Kulturprogramm ab. Die drei Songs „Irgendwie, irgendwo, irgendwann“ von Nena , „Ich will“ von Rammstein und „Marmor, Stein und Eisen bricht“ von Drafi Deutscher versetzte das Tageszentrum und die Gäste in eine Stimmung, die mit Worte nicht zu beschreiben ist…Der ganze STaPE-Geburtstag war geprägt von einem tollen Gemeinschaftsgefühl.
In unserer Galerie finden Sie einige Fotos der STaPE-Geburtstagsfeier
HSsK
Ziele und Zweck des HSsk
- unterstützt Menschen, die infolge ihres körperlichen, geistigen, oder seelischen Zustandes auf die Hilfe anderer angewiesen sind
- fördert Menschen, die in psychiatrischen Einrichtungen untergebracht waren bzw. untergebracht werden
- leistet Krisenhilfe im Sinne einer selbständigen und eigenverantwortlichen Lebensgestaltung



